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Unsere Traumhochzeit im Mittelalterstil am 15.03.2014

Christine & Oliver Klotz, Verheiratet seit: 15.03.2014

Wir hatten schon lange von einer Hochzeit gesprochen und auch von einer Mittelalterhochzeit. Genaue Vorstellungen hatten wir schon zum Teil, jedoch sollte die Trauung entweder ganz naturnah im Wald stattfinden oder bei uns im Garten mit anschließendem Festgelage, natürlich mit Spanferkel und Honigmet.

Nachdem wir lange darüber nachgedacht hatten, beschlossen wir, dass unser Tag der Eheschließung für uns beide etwas ganz Persönliches werden sollte. Wir wollten in diesem Moment keine große Gesellschaft, die uns vom Wesentlichen ablenken würde, sondern stattdessen einen unvergesslichen Tag zu Zweit. Schließlich kamen wir auf die Idee, erst unsere standesamtliche Trauung im kleinsten Familienkreise zu feiern. Im Sommer wollten wir dann mit Freunden, Verwandten und Bekannten noch unser „Festgelage“ im Garten nachholen.

Nach einem Kurzurlaub im Bayerischen Wald, im Markt Schönberg im Hotel Antoniushof, entdeckten wir durch Zufall beim Googeln nach einem Hochzeitspauschalpaket das „Hochzeitspackerl“, was uns auf Anhieb sehr zusagte. Obwohl bis dahin noch nie jemand eine Mittelalterhochzeit gefeiert hatte, wollten wir es dennoch wagen. Passend fanden wir vor allem das Baumpflanzen nach der Trauung und die Kutschfahrt und somit schickten wir die Anfrage an Frau Gampe.

Frau Gampe hat uns in der darauffolgenden Woche gleich kontaktiert und wir haben uns sofort verstanden. Sie hat uns die Aufregung fast komplett genommen und versprochen, dass alles so wird, wie wir es uns vorstellen.

Jetzt im Nachhinein können wir sagen, dass unsere Vorstellungen noch weit übertroffen wurden und wir nie gedacht hätten, dass es so ein wundervoller Tag werden sollte, trotz Regenwetter.

Am 13. März schließlich packten wir unsere Koffer und fuhren nach Bayern.  Im Vorfeld hatten wir noch Bilder von unseren Gewändern an Frau Gampe geschickt, so dass der Blumenschmuck und die Frisur abgeklärt werden konnten.

Wir hatten mit Frau Gampe ausgemacht, dass wir sie am Freitagvormittag im Rathaus treffen würden und so warteten wir gespannt und aufgeregt und viel zu früh auf einer Sitzbank vor dem Rathaus. Schließlich war es endlich soweit und ab dann war alles kein Problem mehr. Frau Gampe hatte alles perfekt geplant, selbst einen Friseurbesuch für die Vorbesprechung der Steckfrisur war so kurzfristig überhaupt kein Problem. Wir lernten auch gleich den Gärtner Volker Schmid kennen, der uns dann am Samstag mit dem Bäumchen helfen sollte und wir übergaben ihr die CD mit mittelalterlicher Tanzmusik, die unsere Trauung untermalen sollte. Schließlich suchten wir noch ein Familienstammbuch aus und wir hatten letztendlich, trotz Aufregung, das Gefühl, gut aufgenommen worden zu sein und die Sicherheit, dass man sich auf Fr. Gampe verlassen konnte und alles zu unserer Zufriedenheit laufen würde.

 Am nächsten Morgen um 11 Uhr war der Friseurtermin. So, wie auf dem Foto, das unsere Stammfriseurin bei uns zu Hause gemacht hatte, sah es zwar nicht aus. Aber für den Anlass absolut passend und sehr auf die Art der Feier abgestimmt. Im Nachhinein optimal, da es nach 12 Uhr zu regnen begonnen hatte und die Frisur gehalten hat, trotz der dünnen Haare.  Im Hotel trafen inzwischen Vater, Mutter und Schwester der Braut ein und nach einem kurzen Mittagsimbiss im Antoniushof, haben wir die Gewänder angezogen.

Um 13:30 Uhr kam dann endlich die Kutsche. Der Kutscher ist ein sehr freundlicher, älterer Mann, der sehr ortskundig ist und uns vom Hotel zum Standesamt gebracht hat.  Eingekuschelt in einer weißen Decke und mit Überdach trotzten wir dem Regen und fuhren unserer Trauung entgegen.

Die erste Überraschung erlebten wir schon bei Ankunft vor dem Rathaus. Frau Gampe und Herr Bürgermeister Siegert hatten sich extra für den Anlass, mittelalterliche Gewänder ausgeliehen, die ihnen auch noch hervorragend passten. Wir waren jetzt schon sprachlos, aber Herr Siegert hielt die Willkommensansprache, wie ein Herold im Mittelalter, und wir mussten ja erst einmal nichts sagen. Bei Ankunft im Foyer des Rathauses hat Frau Gampe dem Bräutigam den Anstecker angebracht, sowie den Brautstrauß überreicht, welchen die Braut dann dankend annahm.  Der Strauß war wunderschön, mit Efeu und blauen Blumen, sowie roten Beeren, so, wie wir es uns gewünscht hatten. Ganz im Sinne des Mittelalters, wo es noch keine Aufzüge gab, begaben wir uns in den vierten Stock des Rathauses, wo sich das kleine Trauungszimmer befindet. Auch ein größerer Raum steht hier oben noch zur Verfügung, den wir im Anschluss für einen Teil der Portraitfotos ausnutzten und in dem eine größere Hochzeitsgesellschaft locker Platz finden kann.

Wie bereits erwähnt, war nun auch die Fotografin Daniela Blöchinger vom Fotostudio A dabei und ein sehr unauffälliger, netter Herr von der Presse, der uns für eine Zeitungsanzeige und einen neuen Internetauftritt der Touristikseite Schönberg Bayerwald fotografieren und interviewen wollte.

Wir hatten kaum Platz genommen, da begann Hr. Bürgermeister Siegert mit der Zeremonie. Er hat uns so viel mit auf den Weg gegeben und wir waren so ergriffen von seiner Rede, die er mit den persönlichen Angaben, die wir Fr. Gampe erzählt hatten,  gespickt hatte.  Er verglich den Frühling, der im März nun angefangen hatte, mit dem Beginn unserer jungen Ehe und sprach dabei von blühenden Blumen und Bäumen und las uns ein Gedicht von einer früheren Malerin und Dichterin aus Schönberg vor, deren Buch wir dann als Geschenk erhielten, mit persönlicher Widmung von Herrn Siegert. Es war einfach eine traumhafte Rede und die Braut hat sogar ein paar Tränchen vergossen. Dann haben wir die Ringe getauscht und es wurde fleißig fotografiert, aber nie zu aufdringlich, immer im Hintergrund. Nach ca. einer Stunde hatten wir es geschafft und vor dem Trauzimmer gab es Sekt aus Schönberg und wir alle waren ausgelassen und wir unterhielten uns über Gott und die Welt und schon hatte auch der freundliche Herr von der Presse alles zusammen, was er gebraucht hatte für sein Interview. Frau Gampe und Herr Siegert haben uns dann die nächste Überraschung bereitet und uns vom Markt Schönberg ein Geschenk überreicht. Eine Flasche von dem wunderbaren Sekt  und dazu 2 Gläser, graviert mit unseren Namen und dem Hochzeitsdatum. Wir waren sehr gerührt und haben den ganzen Tag nur gelächelt, was man auch im Anschluss bei der Fotosession gesehen hat. Wahnsinnig schöne Portraitaufnahmen zauberte uns die Fotografin Daniela mit ihrer natürlichen, unkomplizierten Art einfach so im größeren Trauzimmer.  Wir haben uns jetzt im Nachhinein sogar noch die komplette CD mit den Fotos schicken lassen, weil es kaum ein Foto gibt, das nicht gelungen ist.

Nun aber fuhren wir mit der Kutsche in den Reinsburger Park, wo auch schon der Gärtner wartete und der Braut eine Rose überreichte. Zu unserer Überraschung, begrüßte uns auch ein in historischer Gewandung gekleideter Herr, der, wie er sagte, zum Gefolge König Ludwig des 14. gehörte. Dort, am Hofe des Königs, sei er zuständig für die Unterhaltung mit Poesie und Gedichten. Dies sollten wir sofort hören, denn er rezitierte aus Schillers Glocke und übergab uns eine Urkunde, worauf stand, dass sich das Liebespaar entschlossen habe, zum Ehepaar zu werden und wann und wo und wie. Wir waren einfach nur beeindruckt von Herrn Asmus, wie er im wirklichen Leben heißt, denn er überreichte uns einen dicken Umschlag mit Gedichten, die er alle auswendig vortragen kann.

Nun aber wurde unser „Liebesbäumchen“ gepflanzt. Im strömenden Regen hielt uns Fr. Gampe den Regenschirm hin, so dass keiner nass und dreckig wurde und der Bräutigam musste den Baum mit Erde bedecken und die Braut dann gießen. Schließlich bekamen wir noch ein kleines Namensschildchen und im Anschluss haben wir noch ein paar Fotos mit Daniela gemacht, die trotz Regen, einfach nur fantastisch wirken. Dann war es soweit und wir haben uns von Frau Gampe und Daniela Blöchinger verabschiedet.

Wir durften uns jetzt auf eine Kutschfahrt, nur zu Zweit, freuen, die uns über Schönberg und die nahe Umgebung führte. Glücklich und froh, alles überstanden zu  haben, ging es dann zurück ins Hotel, wo uns Familie Giffhorn und Posch ein rustikales, sehr wohlschmeckendes Hochzeitsmenü zubereitet hatten, das auch Fr. Gampe noch organisiert hatte.

Übrigens wurde das Wetter nach der Kutschfahrt besser und wir konnten sogar einmal ohne Dach fahren. Aber man hat uns gesagt, wir sollten uns nichts aus dem Wetter machen, denn „Regen bringt Segen“!

Vor einer Woche haben wir nun auch unser mittelalterliches Gartenfest hinter uns gebracht. Es war wunderschön und die Sonne hat gelacht und wir hatten mehr als 50 gewandete Gäste. Unser Spanferkel hat allen geschmeckt und der Met floss in Strömen. Auch das ist uns gelungen! Wenn das nicht Glück für unsere Ehe bedeutet...

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns unseren Tag so traumhaft gemacht haben: Frau Gampe und Herrn Siegert, der jetzt ja leider nicht mehr Bürgermeister ist, der Fotografin Frau Daniela Blöchinger und dem Gärtner Volker Schmid, dem Kutscher, Herrn Asmus für die filmreife Aufführung im Reinsburger Park und der Familie Giffhorn/Posch, die uns im Hotel Antoniushof verwöhnt hat, sowie dem Blumenladen und dem Frisör für die Gestecke.

 

Ganz liebe Grüße aus dem Schwarzwald,

Christine & Oliver Klotz